(die Animationen sind kontemplative Filme in extremer Slow-Motion, unaufdringlich, ohne Schnitte, mit meditativem Charakter ...)

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Vor dem Hauptaltar in der Pfarrkirche Oberwart wird zu Weihnachten 2017 eine neue, ganz besondere Krippe das Heilsgeschehen der Geburt Christi sichtbar gemacht.

Ein auf Stroh gebettetes, holzgeschnitztes Jesuskind liegt in einer Futterkrippe, den Boden bedeckt Reisig, flankiert von zwei Laternen – eine traditionelle gewohnte Krippeninszenierung. Das neue und besondere an der Oberwarter Krippe ist die Konstruktion des Stalles von Bethlehem: drei Monitore bilden den Hintergrund dieser Krippenszene. Ihre Anordnung erinnert an einen Flügelaltar und nimmt die architekonische, achteckige Grundstruktur des 1969 nach Plänen der Architekten Domenig und Huth erbauten Kirchenraumes auf.

Auf diesen „Stall-Wänden“ wird eine Bildanimation gezeigt, die die Geburt Christi in Bezug auf das gesamte Heilsgeschehen zeigt: von der Erschaffung der Welt, dem Sündenfall von Adam und Eva bis zum Ereignis von Bethlehem mit einer Andeutung auf Kreuzestod und Auferstehung. Dabei stellt die digitale Bildcollage in einer Kombination aus kunsthistorischen und aktuell-redaktionellen Bildefragmenten immer wieder das traditionell bekannte Weihnachtsereignis in Bezug zur Gegenwart und lädt die Betrachter ein, das Wunder von Bethlehem als sein ganz persönliches zu erkennen.

Die Schöpfung

Der Sündenfall – Adam und Eva

Nach der Verkündigung

Der Dornwald – Schock, Angst, Ausgrenzung, Abweisung, Hilflosigkeit

Die Geburt – das intime Wunder der Menschwerdung

Die Besucher – Hirten, Ausgegrenzte, Flüchtlinge, Bettler, „Je Suis“-Demonstranten

Die Gnade der Erlösung

Der universale Chrisus

Ab dem 6. Jänner folgt mit „Besuch der Könige“ ein zweiter Teil – die Darstellung von Vertreibung aus dem Paradies, Ziel, Geschenke, aber auch Flucht und Verfolgung.

Die Bildanimation dauert 60 Minuten. Es handelt sich quasi um einen „Slow-Slow-Motion-Film“, die einzelnen Filmsequenzen und Überblendungen geschehen dabei so langsam, dass die Bildveränderungen kaum im Augenblick des Geschehens wahrzunehmen sind – eine Einladung zur Meditation und Kontemplation.

Die Oberwarter Weihnachtskrippe wird ab dem 24. Dezember zu den Öffnungszeiten der Pfarrkirche zugänglich sein.