Wandgestaltung

  • 2017 gestaltete Heinz Ebner im Auftrag von Bischof Ägidius Zsifkovics der Diözese Eisenstadt die Kapelle des neu errichteten Ordenshauses der Gemeinschaft der Dienerinnen vom Kinde Jesu in Slavonski Brod/Kroatien.
    Die Kapelle ist eine Interpretation des Stalles von Bethlehem - Altar und Ambo sind in der reduzierten Prismenform der Futterkrippe gestaltet und bemalt sowie teilweise vergoldet. Der Tabernakel ist einer Stalllaterne nachempfunden, die Monstranz erstrahlt in Form einer Kerze. Die Sitzbänke sind einfache Holzbalken. Im Kreuzweg ist die Verbundenheit mit dem Bischof von Eisenstadt sichtbar: die einzelnen Staionen in Fusingglas zeigen die Kreuzwegbilder der Hauskapelle des Bischofs von Eisenstadt; ergänzt wurden diese mit Abbildungen des Lichtreichen Rosenkranzes. Im großen Fensterbild führt das Kind Jesus Adam und Eva durch das geteilte rote Meer zurück ins gelobte Land, ins Paradies; zur Linken und zur Rechten sind Szenen aus der Kindheit Jesu dargestellt: die Verkündigung durch den Erzengel, Elisabeth und Maria, die hl. drei Könige und die Hirten unter dem Stern von Bethlehem, die Flucht nach Ägypten und der 12jährige Jesus im Tempel mit einem Hinweis an sein Leiden und Auferstehen. In das farblose Glaskreuz wurde im Stamm das klassische kroatische Zopfmuster eingearbeitet - der nun versilberte Christus ist ein "Überlebender" aus dem Krieg in Sarajevo. Das kleine Fensterbild der Sakristei zeigt das Jesuskind mit ausgebreiteten Armen seinen Segen austeilend - von außen sichtbar empfängt es die Besucher und Bewohner des neuen Hauses und deutet zugleich seinen Tod am Kreuz an.
    Weiters gestaltete Ebner in diesem Haus ein Kreuzfenster im Tiefparterre mit Jesus und seinem Lieblingsjünger sowie das große Fassadenbild aus Fusingglas, das den Ordensgründer - Josip Stadler - mit einem goldenen Kreuz zeigt; verschiedene Türen und Fenster wurden mit diversen Rasterdrucken ebenso von Ebner gestaltet.

     

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  • 2018 gestaltete Heinz Ebner die neue Bibliothek des Priesterseminars der Erzdiözese Wien, Diözese St. Pölten und Diözese Eisenstadt.
    Die Gestaltung besteht aus 5 Bildern inAcryl-Mischtechnik auf Leinwand mit Darstellungen der Schöpfung, von der Urflut bis zur Erschaffung allen Lebens. Dabei schwebt der Geist Gottes über allem und hinterläßt seinen Code als kleinsten Baustein in allem, was existiert: das Quadrat. Nicht nur die Schöpfung entwickelt sich - auch der Code, das Quadrat, formiert sich zur Linie und stellt in einer starken Reduktion alles Leben dar, auch das eines Dornbuschs, durch den Gott zum Menschen spricht: an die 100 goldgelbe Glasscheiben strahlen in den Raum, ab und zu den Code erkennbar zeigend, bis zur hinüger zur großen Kreuzscheibe am anderen Ende der Bibliothek, welche durch Alpha und Omega wieder zum ersten Tag der Schöpfung führt und im Herzen des Kreuzes sich zu erkennen gibt: "Ich bin der Ich-Bin-Da".

     

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